1. Sächsische Weidelamm-Aktionstage

1. – 15. November 2026

Schäferei sucht Gastronomie!

Setzen Sie ein kulinarisches Zeichen!
Sächsisches Weidelamm.
Ab Herbst 2026 auch auf ihrer Karte? 
Für die Aktionswochen „Sächsisches Weidelamm“ im November 2026 suchen wir interessierte Köchinnen und Köche, die Lust haben, regionale Qualität auf den Teller zu bringen und damit Landschaftspflege sowie heimische Schäfereien zu unterstützen.

Schäferei Pietzsch - Weistropp

Auf den Elbwiesen zwischen Dresden und Scharfenberg ist die Schafherde von Ralf Pietzsch zu Hause. Rund 350 Fleischschafe der Rasse Nolana hält der Landwirt. Der Name Nolana bedeutet sinngemäß „ohne Wolle“: Die Schafe wechseln ihr Vlies im Frühjahr auf natürliche Weise und stoßen es in kleinen Flocken ab. Eine Schur ist daher nicht erforderlich.
Die Mutterschafe leben ganzjährig auf der Weide und kommen nur zur Lammzeit in den Stall nach Weistropp. Dort hat jedes Muttertier mit seinen Lämmern zunächst eine eigene Bucht, bevor die Tiere nach einigen Tagen in Gruppen zusammengeführt werden.Pietzsch bewirtschaftet 200 Hektar Grünland und 20 Hektar Ackerland. Neben Marktfrüchten wie Weizen dient der Großteil der Flächen dem Futterbau.

So verbindet der Betrieb extensive Weidehaltung mit einer eigenen, weitgehend geschlossenen Futterversorgung – und prägt mit seiner Schafherde die Landschaft entlang der Elbe..

Schäferei Ringling - Dresden

Landschaftspflege – naturnahe Beweidung mit Schafen
Gemeinsam mit dem Naturschutzverein Grüne Liga Dresden e.V. beweiden wir Streuobstwiesen und Biotope im schwer zugänglichen Terrain. Wir sind stolze Besitzer einer leicht zu führenden und mobilen 150- köpfigen, tierischen Einsatztruppe, die im Großraum Dresden wertvolle Arbeit leistet. Unsere Tiere stehen bevorzugt auf bio-zertifizierten Streuobstwiesen im Dresdner Umland und sind das ganze Jahr im Freien.

Schäferei Drutschmann - Dippoldiswalde

Unsere Schäferei liegt südlich der Sächsischen Landeshauptstadt, nahe der tschechischen Grenze, im schönen Osterzgebirge.

Als kleiner Familienbetrieb, 1998 gegründet und von Beginn an ökologisch bewirtschaftet, pflegen wir hier die jahrhundertelang durch Bergbau geprägte Kulturlandschaft.

Mit unseren ca. 350 Tieren bewirtschaften wir 45 ha Wiesen und Weiden. Dabei stehen artgerechte Haltung und das Wohlbefinden aller Tiere im Vordergrund.

Alle Tiere weiden von April bis Dezember auf Berghängen, Talauen und nicht technikgängigen Splitterflächen in einzelnen Gruppen. Unsere Lämmer gedeihen auf artenreichen Wiesen und werden nicht im Stall gemästet.

Neben Merinolandschafen und Suffolk-Kreuzungen züchten wir auch die kleinste deutsche Schafrasse, die vom Aussterben bedrohten Skudden..

Landwirtschaftsbetrieb Katrin und Marco Schneider - Müglitztal

Im idyllischen Müglitztal bewirtschaften wir einen Ziegenbetrieb im Nebenerwerb mit rund 360 Ziegen. Unsere Thüringer Waldziegen leben ganzjährig auf der Weide und tragen zur Pflege von Streuobstwiesen und Obstplantagen bei. Der Betrieb befindet sich aktuell in der Umstellung auf Bioland und steht für eine naturnahe, tiergerechte Haltung.

Sächsische Weidelämmer stehen für naturnahe Landschaftspflege, kurze Wege und beste Qualität – direkt aus Ihrer Region. Wir, die Bio-Regio-Modellregion „Oberes Elbland“, unterstützen Sie dabei beim Marketing, bieten fachlichen Austausch mit Küchenchef-Kollegen sowie die Vermittlung regionaler Schäfereien und Verarbeiter.

Jetzt mitmachen und Teil der Aktionswochen werden!

Wir sind schon dabei.

Weideschafe und Naturschutz

Schafbeweidung ist ein wichtiger Bestandteil für den Erhalt wertvoller Lebensräume im Oberen Elbland. Durch die Beweidung werden Flächen offengehalten und der Aufwuchs von Gehölzen und konkurrenzstarken Pflanzen begrenzt. So können artenreiche Wiesen, Magerrasen, Streuobstwiesen erhalten werden – und damit Lebensräume für eine Vielzahl von bedrohten Pflanzen, Insekten und Vögeln. Die Schafe tragen in ihrem Fell Insekten und Pflanzensamen von Weide zu Weide – und tragen damit zur Biotopvernetzung bei. Die Schafbeweidung ist bodenschonend und trägt zum Erosionsschutz bei. Die Landschaft im Oberen Elbland ist durch historische Landnutzung wie der Schäferei entstanden- der Genuss von regionalem Schaffleisch trägt zu deren Erhalt bei.

Ob Magerrasen, Streuobstwiesen oder Feldraine – ohne die Beweidung durch Schafherden würden charakteristische Landschaften unserer Region zunehmend verschwinden und wertvolle Lebensräume für seltene Arten verloren gehen. Eine naturnahe Landschaftspflege durch Beweidung trägt entscheidend dazu bei, die einzigartige Vielfalt und den unverwechselbaren Charakter unserer Region langfristig zu bewahren.

„Schafbeweidung ist gelebter Naturschutz: Sie erhält wertvolle Lebensräume, fördert die Artenvielfalt und bewahrt zugleich den einzigartigen Charakter unserer sächsischen Kulturlandschaft.“
Mike Hölzel, Vorstand Sächsischer Heimatschutzverein e.V.

Schafsrassen

Vielfalt die man schmecken kann.

Heidschnucken

Eine häufig in der Landschaftspflege eingesetzte Rasse. Sie fressen gern auch junge Triebe und verhindern so die Verbuschung von Flächen. Ihr Fleisch ist zart, dunkel, araomatisch, d.h. eher wildbretartig. Da es sehr fettarm ist, fehlt ihm der bekannte strenge, fettige Geschmack des Schaffleischs.

Merinolandschaf

Merionoschafe gehören zu den häufigsten in Deutschland gehaltenen Schafrassen. Das Fleisch ist ebenfalls zart und feinfasrig, im Geschmack mild mit dem leicht typischen Aroma von Schaffleisch. 

Skudden

Die Ostpreußische Skudde ist die kleinste deutsche Schafrasse und steht auf der roten Liste der berdrohten Nutztierassen.

Das Fleisch ist extrem fettarm, sehr zart und schmeckt eher würzig, nussig und leicht wildartig, als typisch nach Schaf.

Nolana Landschaf

Nolana sind eine besondere Schafrasse, die im Frühjahr ihre Vlies in kleinen Flocken abwerfen, d.h. nicht geschornen werden müssen. Das Fleisch des Nolana-Landschafes ist fettarm, zart und hat zumeist einen milden, feinfaserigen Geschmack ohne den typischen, schweren Schafgeruch.

Thüringer Waldziege

Die Thüringer Waldziege ist die einzige eigenständig gezüchtete, einheimische Ziegenrasse Deutschlands und wurde speziell für das raue Klima und die harten Winter des Thüringer Waldes gezüchtet
Sehr feinfasriges, besonders zartes, mildes und aromatisches Fleisch. Es hat erinnert eher an edles Wildfleisch, insbesondere Reh oder auch Kalbfleisch..

FAQs

Warum sächsisches Weidelamm und nicht aus Neuseeland?

Schafbeweidung ist ein wichtiger Bestandteil für den Erhalt wertvoller Lebensräume im Oberen Elbland. Durch die Beweidung werden Flächen offengehalten und der Aufwuchs von Gehölzen und konkurrenzstarken Pflanzen begrenzt. So können artenreiche Wiesen, Magerrasen, Streuobstwiesen erhalten werden – und damit Lebensräume für eine Vielzahl von bedrohten Pflanzen, Insekten und Vögeln. Die Schafe tragen in ihrem Fell Insekten und Pflanzensamen von Weide zu Weide – und tragen damit zur Biotopvernetzung bei. Die Schafbeweidung ist bodenschonend und trägt zum Erosionsschutz bei. Die Landschaft im Oberen Elbland ist durch historische Landnutzung wie der Schäferei entstanden – der Genuss von regionalem Schaffleisch trägt zu deren Erhalt bei.

Warum sind die Aktionswochen im November und nicht an Ostern?

Im November werden in der Landschaftspflegehaltung viele Lämmer geschlachtet, weil sie im Gegensatz zu Mastschafen ganzjährig draußen stehen und im Winter das Futter knapp ist.- Deswegen der für viele etwas untypische Zeitpunkt für Lammfleisch. Dabei ist das Fleisch aus Landschaftspflegehaltung besonders hochwertig und stammt von artenreichen, naturschutzrelevanten Wiesen.

Wo finden die Aktionswochen statt?

Die Aktionstage finden in ganz Sachsen statt – mit dem Fokus auf unsere Region, das Obere Elbland. Die Restaurants, die teilnehmen, finden Sie hier auf dieser Website. Rufen Sie einfach an und reservieren Sie sich Ihren Tisch und genießen Sie.

Warum schmeckt Weidelamm nicht so „streng“ wie ich vielleicht denke?

Die Lämmer wachsen unter natürlichen Bedingungen auf und ernähren sich überwiegend von frischen Gräsern und Kräutern. Das prägt die Qualität und das Aroma des Fleisches. Gleichzeitig wird für die Küche vor allem junges Lammfleisch verwendet, das deutlich milder schmeckt als Fleisch älterer Schafe. Richtig zubereitet ist es zart, saftig und fein-würzig.

Wer bisher wenig Erfahrung mit Lammfleisch hat, kann bei den Sächsischen Weidelamm-Aktionswochen ganz unkompliziert entdecken, wie vielseitig und genussvoll regionales Lamm sein kann.

Kann ich als Privatperson Schafe beim Schäfer kaufen?

Ja sehr gerne. Manche Schäfer bieten Teilstücke und auch verarbeitete Produkte wie Lamm(brat)wurst an, bei anderen kann z.B. gleich ein ganzes/halbes (zerlegtes) Lamm für das nächste Festessen gekauft werden. Fragen Sie Ihre Schäferei gerne einfach direkt selbst an oder kontaktieren Sie uns unter genuss@lammundleute.de, dann helfen wir das passende Angebot zu finden.

Wie kann ich regionale Schäfereien unterstützen, auch außerhalb der Aktionswochen?

Indem Sie regelmäßig Produkte aus regionaler Schafhaltung kaufen und in Supermärkten oder beim Fleischer bewusst nach der Herkunft fragen. Viele Schäfereien bieten Lammfleisch, Wolle oder weitere Produkte direkt ab Hof oder über regionale Verkaufsstellen an. Jede bewusste Entscheidung für regionale Produkte trägt dazu bei, Schäfereien in Sachsen zu erhalten und damit auch wertvolle Weideflächen, Artenvielfalt und Kulturlandschaften zu bewahren.

Grußwort unseres Schirmherrn

Schafhaltung und Weidewirtschaft leisten einen unverzichtbaren und vielfältigen Beitrag zum Erhalt unserer sächsischen Kulturlandschaft. Sie bewirtschaften und halten Flächen offen, fördern die Artenvielfalt und unterstützen damit z.B. auch den Hochwasserschutz. Deshalb gehören für mich auf sächsische Teller auch die hochwertigen Produkte sächsischer Schafe.

Georg-Ludwig von Breitenbuch

Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft

Über uns

Die Bio-Regio Modellregion Oberes Elbland ist ein gemeinsames Projekt des Umweltzentrum Dresden e.V., dem Anbauverband Gaea.e.V. sowie dem Ernährungsrat Dresden zur Stärkung der biologischen und regionalen Land- und Lebensmittelwirtschaft.